Weltklassik am Klavier – Sonderkonzert Moments Musicaux
28.12.2016, 19:00 Uhr
MIKHAIL MORDVINOV spielt SCHUBERT, LISZT, GRIEG und RACHMANINOW
Dass Virtuosität, Lyrik und Poesie sich keinesfalls als Kontraste gegenüber stehen müssen, beweist Pianist Mikhail Mordvinov. Gleichberechtigt räumt er technischer Virtuosität und sensiblem, poetischem Empfinden in seinen Interpretationen Platz ein und vereint sie zu einem einzigartigen Klangerlebnis. So verwandelt er Miniaturen von Schubert, Liszt, Grieg und Rachmaninow zu großartigen, unvergesslichen „Musikalischen Momenten“.
MIKHAIL MORDVINOV
Mikhail Mordvinov wurde gleich durch zwei überragende Wettbewerbserfolge bekannt: Er ist Sieger des Robert-Schumann-Wettbewerbs Zwickau 1996 und des Franz-Schubert-Wettbewerbs Dortmund 1997.
Ab dem 7. Lebensjahr besuchte er die Klavierklasse an der Moskauer Gnessin-Musikschule. Es folgte ein Studium an der Russischen Gnessin-Akademie für Musik; 1996/97 wurde er als „Bester Student des Jahres“ ausgezeichnet. Er belegte ein Aufbaustudium an der Hochschule für Musik und Theater Hannover.
Das Publikum schätzt seine Innigkeit und die Vitalität seines Spiels, echte Leidenschaft und edlen Geschmack, virtuoses Können und die Reife seiner Interpretationen. Seine natürliche Musikalität und vom Kindesalter ausgebildete Anschlagskultur basieren auf genauer Intuition und breiter Schule – tief verwurzelt in der alten russischen Klaviertradition.
„Weltklassik am Klavier – Moments Musicaux!“
„Moment musicaux“ – diesen wunderbaren Titel könnte man wahrscheinlich fast für jedes kurze Stück verwenden. Erfunden wurde der Name jedoch vom Verleger des Schubert Zyklus. Die einzelnen Miniaturen des Zyklus drücken meist nur eine Stimmung aus – vertonen ein bestimmtes Gefühl. Wie praktisch in allen bekannteren Klavierwerken Schuberts beeindrucken auch die Moments Musicaux nicht durch Virtuosität sondern vielmehr durch eine große Vielfalt an Gefühlswelten. Die Etüden von Liszt stellen dagegen höchste technische Ansprüche an den Solisten, sind aber als Stimmungsbilder ebenso „musikalische Momente“. Die sechs lyrischen Stücke von Grieg sind wie bunte Blätter eines Skizzenbuches. Leichte und zarte Frühlingsgefühle und Freude am Leben prägen das Werk. Rachmaninow dagegen gestaltet in seinem Zyklus einen ganz anderen Gefühlskosmos: er lässt Verzweiflung, Leere, Unruhe, Trauer, Verlust und Tragik spüren.
Foto: Veranstalter