Weltklassik am Klavier – Slawische Reise
08.05.2016, 17:00 Uhr
BÉLA HARTMANN
Der deutsch-tschechische Pianist Béla Hartmann hat sich seit Wettbewerbserfolgen in London (Intercollegiate Beethoven Prize, 1995), Dortmund (Internationaler Schubert Wettbewerb, 1997) und Leeds (2000) rasch als eigenwilliger und sensitiver Interpret eines Repertoires etabliert, das seinen Schwerpunkt bei Mozart, Beethoven und Schubert findet. Seine Konzerttätigkeit führte ihn über Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Tschechien und die Schweiz in die USA, wo er u.a. in der New Yorker Carnegie Hall gastierte. Seine kürzlich erschienene CD von Schuberts D-Dur Klaviersonate wurde in der US Presse als eine Interpretation gefeiert, die den klassischen Aufnahmen von Sviatoslav Richter und Clifford Curzon ebenbürtig sei.
„Weltklassik am Klavier – Slawische Reise!“
Eingerahmt wird das Programm von zwei rustikalen Visionen: Tschaikowskis Dumka, mit Beinamen „Szenen aus einem Dorf“, und Dvoraks A-Dur Suite, in ihrer späteren orchestralen Fassung „Amerikanische“ genannt. Widmet sich die erstere Vision den Gemütern des Dorfes, so ist die zweite Vision ein Ausblick in den wilden Westen, und damit ein Partnerwerk der berühmten Neunten Symphonie. Eine Fülle wunderbarer Melodien und fesselnden Rhythmen, die im rasanten Finale ihre Erfüllung erleben.
Dazwischen die große c-Moll Sonate des proto-slawischen Schubert mit ihrem tarantellahaften Schlusssatz und Chopins Polonaise-Fantasie, eine weitere nationale Tanzvision, doch diesmal aristokratisch verfremdet und fast impressionistisch verschwommen. Vor dem Schlusswerk noch etwas Kleines und Feines aus dem Norden – „ein mit Schnee gefülltes Lutschbonbon“.